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Einsteigerberatung

von Christian Busch


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Teleskoptypen...



Es gibt eine ganze Reihe von verschiedenen Teleskoptypen, von denen wir hier aber nur die wichtigesten beschreiben wollen. Diese wären das Linsen- und Spiegelteleskop. In den Bildern wird der Strahlengang dargestellt, also der Weg, den das Licht durch das Instrument nimmt.


Linsenteleskop:

Dieser Teleskoptyp wird auch Refraktor genannt. Es besteht im wesentlichen aus einer konvexen Frontlinse, durch die das Licht einfällt und nach hinten raus gebündelt wird. Den Strahlengang kann man sich im Bild nebenan verdeutlichen. Die typischen Öffnungen liegen zwischen 70 und 150mm.

Früher hieß es immer, dass Linsenteleskope besonders für Planeten geeignet seien, doch das stimmt so nicht ganz. Meist wird es aber doch so sein, dass man mit einem Refraktor gleicher Öffnung ein schöneres Bild bei Planeten bekommt, wie mit einem Spiegelteleskop. Das liegt einfach am fehlenden Fangspiegel. Man kann sich sehr leicht vorstellen, dass das Bild ein wenig verschmiert, wenn man in den Strahlengang ein Hindernis einbringt. Dieses beugt das Licht, senkt damit den Kontrast und auch die zu beobachtenden Details. Daher wird das Bild im Refraktor stets klarer und strukturreicher zu sehen sein. Dies ist allerdings nur der Fall, wenn man einen sehr wichtigen Umstand beachtet: Der Refraktor sollte so farbrein wie möglich sein.



Bei den Refraktoren wird im Wesentlichen zwischen zwei Typen unterschieden: zum einen gibt es die achromatischen Refraktoren, die auch Fraunhofer genannt werden, zum anderen werden auch apochromatischen Refraktoren angeboten. Erstere haben einen Farbfehler, der umso störender wird, je kürzer die Brennweite bzw. das Öffnungsverhältnis ist. Um ein kontrastreiches Bild zu erreichen, sollte man das Öffnungsverhältnis nicht kleiner als f/10 wählen, noch besser ist f/15. Tut man das nicht, wird man bei hellen Sternen und bei den Planeten einen Blauschimmer feststellen, nicht zu verschweigen ist auch der fehlende Kontrast bei schwachen Strukturen. Ganz anders bei den Apochromaten, oder auch kurz Apo's: hier werden mehrere konvexe und konkave Linsen aus diversen hochwertigen Materialien hintereinander geschaltet, so dass der Farbfehler fast gänzlich eliminiert wird. Man wird also auch mit kurzen Brennweiten ein sehr schönes Bild erhalten. Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass ein Apochromat ein sehr teures Instrument und somit nur bedingt für den Einsteiger geeignet ist.


Newton-Spiegelteleskop:

Wie der Name schon sagt, befindet sich in diesem Typ ein Spiegel, der meist eine parabolische Oberflächenform aufweist. Das Licht fällt von vorne auf den Spiegel, wird nach vorne reflektiert und dabei gebündelt. Über den Fangspiegel wird das Licht im 90° Winkel nach außen gelenkt. Oft werden Spiegelteleskope, die auch Reflektoren genannt werden, mit einem Spiegeldurchmesser von 110 bis 200mm angeboten.

Auch hier muss mit dem Vorurteil aufgeräumt werden, dass Spiegelteleskope nur für Deep Sky gut geeignet seien. Wie schon oben geschrieben, wird man mit einem Refraktor gleicher Größe in den meisten Fällen mehr am Planeten erkennen, doch ein guter Spiegel braucht den Vergleich mit einer Linse nicht zu scheuen. Man sollte auch nicht vergessen, dass gerade die Öffnung ein wichtiges Merkmal für die Erkennbarkeit von kleinen Strukturen ist. Spiegel sind deutlich billiger zu fertigen wie Linsen, so dass man sich ein größeres Teleskop leisten und somit auch mehr auf Planeten erkennen kann. Das gilt allerdings nur, wenn die Optik eine gute Qualität hat.





Das Öffnungsverhältnis von Newton's schwankt zwischen f/4 und f/8. Gerade bei einer kurzen Brennweite ist es sehr wichtig, dass in den Spiegel eine hochgenaue Parabelform eingearbeitet wurde. Ist das nicht der Fall, wird man außer bei geringen Vergrößerungen keinen richtigen Schärfepunkt finden. Gerade bei Einsteigerteleskopen mit geringer Brennweite haben die Spiegel oft eine kugelförmige (sphärische) Form, was enorme Einbußen der Bildqualität bei hohen Vergrößerungen zur Folge hat. Auch an die Okulare werden bei kleiner Brennweite viel höhere Anforderungen gestellt, was diese doch sehr wichtigen Zubehörteile sehr teuer werden lässt. Ab einem Öffnungsverhältnis von f/8 (also bei einer langen Brennweite), werden die Anforderungen an die Spiegelgenauigkeit deutlich geringer, so dass man hier auch bei höheren Abweichungen noch ein gutes Bild erhält.

Manchmal geistert auch das Vorurteil herum, dass Objekte bei einem schnellen Öffnungsverhältnis heller wirken. Das stimmt nicht. Bei gleicher Öffnung und Vergrößerung wird das Objekt stets gleich hell erscheinen.













Katadioptrisches Teleskop (Schmidt-Cassegrain, Maksutov-Cassegrain):

Weitere sehr beliebte Teleskoptypen sind die SC's (Schmidt-Cassegrain) und MC's (Maksutov-Cassegrain). Diese vereinbaren eine lange Brennweite mit einer sehr kurzen Bauweise. Das Licht fällt von vorne auf den Spiegel, wird auf den zentral sitzenden Fangspiegel reflektiert und von dort nach hinten aus dem Tubus gelenkt. Typische Durchmesser für Einsteiger sind 90 bis 120mm, das Öffnungsverhältnis liegt oft bei f/10.

Ein SC/MC ist inbesondere dann interessant, wenn man sich für die Planeten-Fotografie interessiert oder ein kleines Packmass benötigt. Aufgrund der leichten Bauweise werden an die Montierung keine hohen Anforderungen an die Tragkraft gestellt, auch der Einfluss von Wind ist geringer als bei Newtons.

Allerdings muss man auch ein paar Nachteile in Kauf nehmen. Aufgrund der Bauweise benötigt man einen großen Fangspiegel, der den Kontrast bei der visuellen Beobachtung heruntersetzt. Zum anderen wird beim Fokussieren der Spiegel verstellt und nicht das Okular an sich, so dass es hier zu Justageschwierigkeiten kommen kann.



Leider gibt es die guten SC/MC's nur in Preiskategorien, die für den Anfänger eher unerschwinglich sind (ab 1000€ aufwärts). Besonders empfehlenswert sind Maksutov-Cassegrains des russischen Herstellers Intes Mikro. Von kleinen MC's mit integrierter Computerstuerung, wie z.B. dem kleinen Meade ETX-90, sind wir nicht so begeistert, da man für das gleiche Geld einen wesentlich besseren Newton-Reflektor bekommt.








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Publiziert am: 2006-09-12 (4889 mal gelesen)

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