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Einsteigerberatung

von Christian Busch


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Welches Teleskop?



Du möchtest ein Teleskop mit automatischer Positionierung, mit dem Du Beobachten und Fotografieren kannst, und das weniger als 300 Euro kostet? Dann bist Du hier genau richtig!

Wir sagen Dir nämlich gleich offen und ehrlich im ersten Satz dass das völlige Illusion ist. Aber halt! Les' bitte trotzdem weiter, denn es gibt nämlich durchaus die Möglichkeit, auch mit Geräten der 300-Euro-Klasse unglaublich viel am nächtlichen Himmel zu entdecken. Auch wenn Du eigentlich fotografieren willst raten wir ganz dringend davon ab, direkt mit der Fotografie einzusteigen. Die Sache ist nämlich nicht damit getan, einfach auf den Auslöser zu drücken. Astrofotografie bedeutet sehr viel Arbeit und Mühe, und bis zu den ersten schönen Bildern ist es ein sehr langer und mühsamer Weg. Deshalb wollen wir hier über ein System zur rein "visuellen" Beobachtung reden. Doch lass uns zunächst mal einen Blick auf die unterschiedlichen Teleskoparten werfen.

Zunächst gibt es natürlich das klassische Linsenteleskop. Für den Einstieg raten wir eher davon ab, denn ein "Refraktor" - so nennt man Linsenteleskope in der Fachsprache - ist eher ein Spezialist für Planetenbeobachtung oder Fotografie. Das heißt natürlich nicht, dass diese Geräte schlecht sind. Aber solange Du noch nicht weißt, was Dich mehr und was Dich eher weniger interessiert, ist die Gefahr gross, dass das Geld für einen Refraktor vergeblich ausgegeben wurde, und das Gerät irgendwann die meiste Zeit in der Abstellkammer stehen wird.

Deshalb empfehlen wir für den Anfang einen "Allrounder", also ein Teleskop das sowohl am Mond und an Planeten gut ist, mit dem man aber auch weit entfernte Objekte - den sogenannten "Deep-Sky" beobachten kann. Je weiter ein Objekt entfernt ist - stell Dir mal eine Kerze in 1 Meter und in 100 Metern Entfernung vor - desto dunkler erscheint es. Das heißt, wir müssen mit unserem Teleskop von diesen schwachen Objekten möglichst viel Licht einsammeln. Und wie machen wir das am besten? Nun, statt einem dünnen Refraktor nehmen wir eben einen richtigen "Lichteimer" - oder vornehmer ausgedrückt Reflektor oder Spiegelteleskop.

Da wir mit unserem Teleskop nicht nur Licht sammeln möchten, sondern die Objekte auch noch vergrößert betrachten wollen, müssen wir den "Tubus" - so nennt man das Teil duch das man durchschaut - möglichst stabil befestigen. Jeder der schonmal durch ein Fernglas oder mit der Kamera durch ein Teleobjektiv geschaut hat, weiß dass schon ein kleines Zittern das Bild fürchterlich wackelig erscheinen läßt. Da sich erstens die Erde ja dreht, und wir zweitens nicht immer in die gleiche Richtung schauen wollen, können wir unser Teleskop nicht einfach festzementieren. Wir brauchen etwas, das einerseits stabil ist und nicht wackelt, mit dem wir aber andererseits das Teleskop auch frei am Himmel bewegen können. Glücklicherweise ist sowas schon erfunden worden - man nennt es "Montierung".


Die "Parallaktische Montierung" ist dabei so verkippt, dass eine Achse genau auf den Polarstern zeigt. Da sich die Erde auch um den Polarstern "herum dreht" kann man mit dieser Art von Montierung sehr leicht die Erddrehung ausgleichen, was für die Fotografie sehr wichtig ist. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn die Montierung vorher genau ausgerichtet wurde. Da wir uns ja aufs Beobachten beschränken wollen verzichten wir lieber auf diese Umständlichkeiten, denn es geht auch einfacher. Zudem sind diese Montierungen - sofern sie wirklich stabil gebaut sind - dann gleich wieder ziemlich teuer.






























Die einfachste Art ein Teleskop zu montieren ist das sogenannte "Dobson", benannt nach seinem Erfinder John Dobson. Im Prinzip ist das eine schlichte Holzkiste in die der Tubus eingeklemmt wird. Das hört sich jetzt vielleicht etwas arg rudimentär an, aber die heutzutage verwendeten Teflon- und Rollenlager verbunden mit Friktionssystemen erfüllen wirklich alle Forderungen an ein stabiles, wackelfreies, aber dennoch leicht zu bewegendes Teleskop. Ein anderer Vorteil besteht darin, dass die Nachführung sehr leicht zu erlernen ist. Man schubst ein Dobson nämlich einfach den Sternen hinterher.

Unserer Meinung nach ist das Teleskop mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis ein solches Dobson, was wir uneingeschränkt jedem Einsteiger empfehlen können. Ein Gerät mit einem Spiegeldurchmesser von 150mm bekommt man schon ab 250€, für einen guten 200mm Spiegel muss man 350 bis 400€ hinblättern. Mit dabei ist neben der Optik auch die Rockerbox, der Sucher und zwei Okulare. Man kann also sofort mit der Himmelsbeobachtung loslegen.





Kaufempfehlungen



Bis 150€: Gleich zu Beginn sei gesagt, dass man nicht viel weniger als diese 150€ ausgeben sollte. Es ist gerade bei astronomischen Optiken leider so, dass man mit der "Geiz ist Geil"-Mentalität auf der falschen Seite ist und sein schwer verdientes Geld in Schrott investiert. Auch wenn es hart klingt, es ist die Realität.

Wer sich nicht so sicher ist, ob er das Hobby auch weiterhin fortführen möchte, aber auch nicht sonderlich viel Geld zur Verfügung stehen hat (Schüler...), dem möchten wir einen kleinen 70mm Refraktor von Lidl empfehlen. Er kostet ca. 80€ und bietet neben einer soliden Verarbeitung und einer guten Optik auch durchdachte Zubehörteile. Man kann damit also nicht viel falsch machen. An dieser Stelle möchten wir auch davon abraten, andere, gleichgroße Refraktoren oder Reflektoren zu kaufen, die für gleiches Geld zu haben sind. Sie sind im Gegensatz zum Lidl meist auf Wackelmontierungen aufgestellt und besitzen zudem noch schlechte Zubehörteile, so dass einem der Spaß an der Himmelsbeobachtung schnell genommen wird.

Wer 120€ ausgeben möchte, dem sei ein 114/900mm Spiegelteleskop ans Herz gelegt, das man bei verschiedenen Händlern (siehe Linkliste) erwerben kann. Man hat damit ein Instrument an der Hand, das einem viel Spaß bereiten und auch Lust auf mehr machen kann.


Bis 250€: Wer mehr Geld in sein erstes Teleskop investieren möchte, der sollte sich ein 150mm Dobson zulegen. Für 250 Euro bekommt man nicht nur einen guten Spiegel, sondern auch recht gutes Zubehör wie Okulare und einen Sucher, die im Preis mit inbegriffen sind. Mit einem solchen Teleskop kann man sich jahrelang beschäftigen, ohne dass es einem langweilig wird.








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Publiziert am: 2006-04-16 (6073 mal gelesen)

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