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SATT – Das space-agents.de Teleskoptreffen


Die Nacht des 24. April 2009 ist herein gebrochen, und die ganze Pfalz schläft tief und fest. – Die ganze Pfalz? – Nein! Mitten im schönen Naturpark Pfälzer Wald auf dem 550 Meter hohen Taubensuhl sind einige nachtaktive Lebensformen immer noch quicklebendig und genießen den Nachthimmel. Jaa – das SATT 2009 hat begonnen!
Bereits am Freitagnachmittag um 14 Uhr trafen die ersten Hobbyastronomen aus allen Ecken Deutschlands ein und begannen die Beobachtungswiese zu besiedeln. Es wurden neue Kontakte untereinander geknüpft und auch alte Bekannte aus den zwei vergangenen SATT freuten sich auf das Wiedersehen in entspannter Atmosphäre und genossen die Nachmittagssonne. Die space-agents, eine kleine Gruppe befreundeter Hobbyastronomen aus dem Raum Karlsruhe, schafften derweil Getränke, Würste, Kartoffelsuppe, Waffeln mit Apfelmus und Kuchen in die „Waldwerkstatt“, und richteten den Vortragsraum her.

  

 Da einige Kids es gar nicht erwarten konnten, Feuer zu machen, brannte das Lagerfeuer bereits am Nachmittag. Sehr zur Freude auch der Erwachsenen, bei denen sich gegen Abend dann doch der Hunger breit machte, und bald brutzelten die ersten Steaks über dem Feuer. Der Duft verbreitete sich schnell über die Beobachtungswiese, und lockte viele Astronomen an, und schon bald war auf dem Grillrost kein freies Plätzchen mehr. Aber letztlich sind dann doch alle SATT geworden.

   


 Das Vortragsprogramm eröffnete am Freitagabend Silvia Kowollik mit einem „Workshop Webcam-Fotografie“, wo zunächst die Grundlagen erläutert wurden, um diese in der folgenden Nacht dann gleich selbst am Teleskop umzusetzen. Wie aus zuverlässiger Quelle bekannt wurde, hatten manche damit einige Probleme, denn wie es sich heraus stellte, waren deren Montierungen falsch eingenordet. Das kann schon mal passieren, wenn die erste Montierung auf dem Platz falsch steht, und sich dann alle danach richten… Schlussendlich haben es aber doch noch alle geschafft, und konnten die klare Nacht genießen. Leider zogen später immer mal wieder einige kleine Wolkenfetzen durch. Dennoch wurden alle Teleskope – vom kleinen Refraktor bis zum 24“ Dobson – eifrig genutzt und in vielen Fachgesprächen ausgiebig miteinander verglichen. Es klingt unglaublich, aber obwohl wirklich kaum etwas von Wolken zu sehen war, begann es auf einmal zu regnen! Es waren zwar nur einige Tröpfchen, aber natürlich machte sich plötzlich Hektik unter den völlig verdutzten Hobbyastronomen breit, und hastig wurden die Teleskope, Kameras und Laptops eingepackt. Kaum hatte es angefangen, war es aber auch schon wieder vorbei, und man ging erheitert ob dieses Intermezzos wieder dem Tages- bzw. „Nachtgeschäft“ nach.

 


 Gegen acht Uhr am Samstag morgen waren bereits wieder Lebenszeichen auf der Wiese zu vernehmen, und die ersten noch schlaftrunkenen Astronomen machten sich auf den Weg zur Waldwerkstatt, wo neben Toiletten und Duschen auch schon ein kleines Frühstücksbuffet auf sie wartete. Auch die selbstgebackenen Kuchen fanden regen Zuspruch, was unsere „Küchenfee“ Steffi ordentlich ins Schwitzen brachte. Für diejenigen, die lieber drinnen schlafen, standen in der Waldwerkstatt ausreichend Plätze in den beiden Schlafsälen zur Verfügung. Trotz der starken Frequentierung ging es hier sehr diszipliniert zu. Auch hat es uns sehr gefreut, dass an diesem Morgen ein Zettel und Kleingeld neben dem Kühlschrank lag. Es ist schön, dass es noch ehrliche Menschen gibt, vor denen man die Küche nach „Dienstschluss“ eben nicht verschließen muss. Ein großes Lob hier auch mal an die Teilnehmer.

   

Peng! – Plötzlich sind alle Rechner und die Kaffeemaschine aus. Kein Problem für unseren „Hauselektriker“ Tom, der sofort zum Sicherungskasten eilt. Doch welche Verwunderung – die Sicherungen sind alle drin. Das Problem scheint doch gravierender zu sein, und ein Gang vor zum Restaurant an der Zufahrtsstraße bringt uns Gewissheit, dass wohl die ganze Gegend vom Stromausfall betroffen ist. So sehr sich ein Hobbyastronom während der Nacht wünscht, dass alle Lichter ausgehen, so ungelegen war das im Moment, denn wie sollen wir Vorträge mit PC und Beamer aber ohne Strom halten? Und der Kaffeevorrat wurde auch immer kleiner… Nun, Letzteres konnte kurzfristig per Schwedenofen und traditioneller Kochweise gelöst werden. Da die Stadtwerke auch nach einigen Stunden die Störung nicht beseitigen konnten, haben sie uns schließlich ein eigenes kleines „Kraftwerk“ vor die Tür gestellt, und das Programm konnte dann doch noch beginnen.

   

 Helge Baer gestaltete seinen Vortrag „40 Jahre Mondlandung“ mit mancher Anekdote aus den Missionen in bekannt kurzweiliger Weise. Die Reise setzte Emil Khalisi mit „Voyagers Abenteuer bei den Gasriesen“ fort und beleuchtete dabei fachkompetent auch die theoretischen Hintergründe. Mit Helge erreichten wir dann „Die Grenzen unseres Sonnensystems“ welche zum Erstaunen mancher Zuhörer ja weit außerhalb der eigentlichen Planetenbahnen liegt. Silvia Kowollik schloss mit dem zweiten Teil des Fotografie-Workshops an, wo es dieses Mal um die praktische Umsetzung des gestern Erlernten ging.

    

 Ein großes Anliegen der space-agents ist es, das Interesse und die Begeisterung für unser Hobby Astronomie in der Bevölkerung und hier gerade auch bei den Kindern zu wecken. Deshalb ist es inzwischen schon Tradition, dass das SATT-Programm mit einem Vortrag für die Allgemeinheit schließt, und Michael Rastetter erzählte den anwesenden Kindern in einem Bildervortrag „Vom Taubensuhl zum Anbeginn der Zeit“. Die anschließende Beobachtung mit den eigenen Augen an verschiedenen Teleskopen löste große Faszination aus und wird wohl allen eine bleibende Erinnerung sein. Auch den Kollegen an den Instrumenten hat es augenscheinlich sehr viel Freude bereitet, ihr Wissen anderen mitzuteilen. Vielen Dank an alle Sternfreunde, die dafür Ihre Zeit und Geräte zur Verfügung gestellt haben, und das SATT auch damit zu einem Event für die ganze Familie gemacht haben. Auch der zweite Abend bot, entgegen der Wetterprognose, wieder einen 21m4 Himmel mit zeitweise hervorragendem Seeing, und wurde dieses Mal auch nicht durch Regenschauer unterbrochen. Die „Astros“ konnten auch diese Nacht noch einmal in vollen Zügen genießen, während es sich die anderen am Schwedenofen und bei Kerzenschein gemütlich machten, und zufrieden schlüpften alle dann irgendwann unter die Decke. Mit dem Frühstück am nächsten Morgen ging für die etwa 70 Teilnehmer ein weiteres interessantes und entspanntes Teleskoptreffen zu Ende, und die space-agents freuen sich bereits, Euch alle zum nächsten SATT vom 16. bis 18. April 2010 auf dem Taubensuhl begrüßen zu dürfen. (MR)









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Publiziert am: 2007-04-20 (4724 mal gelesen)

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